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Herbert Waldmann erhält die Liebig-Denkmünze

Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, Direktor der Abteilung Chemische Biologie am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, erhält die Liebig-Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) für seine herausragenden Leistungen auf dem gesamten Gebiet der Chemie. Erst 2017 wurde Waldmann die renommierte Paul-Karrer-Medaille der Universität Zürich verliehen.

Die Liebig-Denkmünze wird seit 1950 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Gedenken an den Chemiker Justus von Liebig an bedeutende universitäre und industrielle Wissenschaftler verliehen. Zusätzlich zur silbernen Denkmünze ist die Ehrung mit 7.500 Euro dotiert.

Waldmann gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Chemischen Biologie. An der Schnittstelle zwischen Biologie und Chemie kombiniert er Methoden beider Disziplinen und setzt Molekülsonden als leistungsfähige Werkzeuge zur Erforschung biologischer Phänomene ein.

Aktuell beschäftigen sich Herbert Waldmann und sein Team mit der Entwicklung sogenannter Pseudo-Naturstoffe. Dieser neuartige Ansatz zielt darauf, unterschiedliche Naturstoffe zunächst in ihre Fragmente zu reduzieren, die anschließend auf noch nie dagewesene Weise miteinander kombiniert werden. So gelingt es, völlig neuartige Wirkstoffe zu erzeugen, die z.B. die Aufnahme von Zucker (Glukose) in Krebszellen stoppen können.

Seit seiner Berufung als Direktor an das MPI für molekulare Physiologie und als Lehrstuhlinhaber für Organische Chemie an die TU Dortmund im Jahr 1999, hat Waldmann maßgeblich dazu beigetragen, den Standort Dortmund zu einem international sichtbaren Zentrum für Chemische Biologie zu entwickeln. Er ist Initiator des 2005 gegründeten Chemical Genomics Centers, das die Max-Planck-Gesellschaft zusammen mit forschenden Pharmaunternehmen in Dortmund betreibt. Als Autor hat Herbert Waldmann bislang weit über 500 Artikel in renommierten Fachzeitschriften publiziert. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Chemischen Biologie wurde er mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, wie z.B. mit dem Otto-Bayer-Preis, mit der Emil-Fischer Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und mit der Ehrendoktorwürde der niederländischen Universität Leiden.

 

Über die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)

Mit rund 31.000 Mitgliedern aus Wissenschaft, Wirtschaft und freien Berufen repräsentiert die GDCh eine große, fachlich wie gesellschaftlich relevante Gemeinschaft. Sie setzt sich für die Stärkung der allgemeinen Bedeutung und Nutzen der Chemie in der Öffentlichkeit ein, indem sie wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre fördert, bestehende Netzwerke unterstützt und Neue schafft und ihre Expertise nachhaltig in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft einbringt.